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Co-Creation: Let's talk with me



Zielgruppe „durchleuchten“, entsprechendes Produkt erstellen, „wohlklingende“ Botschaft kreieren und diese im richtigen Kanal platzieren. Vier einfache Schritte, die den Unternehmenserfolg garantieren. Die Zielgruppe erkennt den ihr gebotenen Mehrwert und „verzehrt” sich nach dem neuesten Produkt.


Doch sind diese Schritte heute noch Erfolg versprechend?


Die Digitalisierung nimmt jeden Aspekt unseres Lebens ein. Ich selber zähle zur sogenannten Generation „Digital Natives“. Morgens nach dem Aufwachen verschicken wir den ersten Tweet. Mails werden auf dem Weg zur Arbeit gelesen. Meiner Generation wird nachgesagt, „always on” und „always mobile“ zu sein. Wir sind die am stärksten vernetzte, am besten informierteste und selbstbewussteste Gruppe von Kunden. Wir gehen nur mit dem Unternehmen eine Beziehung ein, welches uns einen echten Mehrwert bietet. Wie dieser aussehen soll, wissen nur wir! Dementsprechend fordert meine Generation Mitsprache bei der Produktgestaltung sowie einen fortlaufenden Dialog auf Augenhöhe. Werden unsere Bedingungen nicht erfüllt, widersetzen wir uns den oben genannten vier Schritten: Wir installieren den neuesten Ad Blocker in unserem Browser oder starten einen Shitstorm im Social Web.


Was sind die Auswirkungen für Unternehmen?


Dieses neue Selbstverständnis hat zu einem Paradigmenwechsel im Marketing geführt: Weg von „Value Creation” für den Kunden hin zu „Value Co-Creation“ mit den Kunden. Die Stimme des Kunden wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil im digitalen Zeitalter. Auf „Engagement Plattformen” steuert der Kunde freiwillig sein Wissen zur Produktentwicklung bei. Darauf aufbauend bieten sich vielseitige Möglichkeiten, die Beziehung zum Kunden zu intensivieren. Kunden werden dauerhaft in das Unternehmen integriert und die Interaktion mit dem Kunden wird zur Quelle des Erfolges.


Wer setzt „Value Co-Creation” bereits erfolgreich um?


„Value Co-Creation“ ist in den verschiedensten Unternehmen in unterschiedlichster Art und Weise angekommen. Beispielsweise kooperiert die Deutsche Bank mit der Plattform jovoto, um gemeinsam mit Kunden und Innovations-Begeisterten die Frage zu beantworten, wie künstliche Intelligenz das Service-Angebot neu erfinden kann. Wer denkt, dass „Value Co-Creation” nur in der digitalen Welt wieder zu finden ist, liegt falsch. Mit ihrer Filiale Q110 und dem integrierten „Customer Lab” verlängert die Deutsche Bank die neue Philosophie in die reale Welt. Die Volksbanken Raiffeisenbanken wenden „Value Co-Creation” sogar über Fragen der Produktentwicklung hinaus an: Kunden und Mitglieder entwickelten und bewerteten Ideen, wie die Genossenschaftsbanken digital erlebbar werden. Ganz im Sinne des Genossenschaftsgedankens: „Was einer alleine nicht schafft, dass schaffen viele."


Was lernen wir daraus?


Die Digitalisierung verändert die Rolle des Kunden: Anstatt nur passiver Empfänger zu sein, will dieser aktiv in die unterschiedlichsten Prozesse eingebunden werden. Seine Stimme ermöglicht es Unternehmen, Wettbewerber hinter sich zu lassen. Der Kunde will angehört werden und gemeinsam mit Unternehmen die Erfüllung seiner Bedürfnisse erarbeiten. Der Kunde von heute fordert: Let’s talk about me!

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